DLFR Deutsche Löschflugzeug Rettungsstaffel ............

Löschwasserversorgung durch Feuerwehr

Isolation Drop

Dromader, Rufzeichen bei dieser Übung"Spirit one", über Auerbacher Schachten

EC 155 der Bundespolizei

Michael Goldhahn, DLFR

Abschlussbesprechung, Michael Goldhahn im Gespräch mit Kreisbrandmeister Bernhard Süß und stellvertretendem Landrat Peter Erl (CSU) v.l.n.r.
Deggendorf. (dr) Erfolgreich und professionell verlief die Waldbrandübung in Deggendorf und Auerbach am Freitag den 11. Mai 2012.
Zum ersten Mal "bekämpften" Einheiten der Feuerwehren, der Bundespolizei, der Polizei und ein Löschflugzeug, das von der DLFR, Deutsche Löschflugzeug Rettungsstaffel bereitgestellt wurde, gemeinsam einen angenommenen Waldbrand im "Auerbacher Schachten" (Landkreis Deggendorf/Bayern).
Auftakt der Übung war eine Informations- und Weiterbildungsveranstaltung in einem Hangar auf dem Flugplatz Deggendorf.
Rund 150 Führungskräfte der Feuerwehren aus Niederbayern, Vertreter der Bayerischen Forstverwaltung und allen an der Übung beteiligten Organisationen und Einheiten fanden sich um 9.00 Uhr auf dem Flugplatz bei Natternberg für diese Veranstaltung ein.
Ulrich Schüll von der Regierung von Niederbayern machte den Anfang und referierte über die Anforderungswege von Löscheinheiten aus der Luft, die Kostenstruktur und rechtliche Belange, die zu berücksichtigen sind.
Michael Goldhahn von der DLFR, Deutsche Löschflugzeug Rettungsstaffel stellte in seinem Vortrag verschiedene Systeme zur Brandbekämpfung aus der Luft mit Löschflugzeugen vor. Schwerpunkt des Referats waren Details zum Löschflugzeug PZL M 18 B, das in diese Übung eingebunden war.
Im Anschluss an diese Rede präsentierte die DLFR das Löschflugzeug mit drei Flügen auf dem Flugplatz.
Die Feuerwehren Otzing und Pankofen sorgten für die Betankung des Luftfahrzeuges mit Löschwasser, das einem Wasserwerfer der Bundespolizei entnommen wurde.
In weniger als einer Minute wurden 2100 Liter Löschwasser in das Flugzeug gefüllt. Bei mehreren Flügen zeigte der Pilot den Abwurf des Löschwassers als "Wasserbombe" und als "Isolation-Drop" mit einer Wasserlinie von etwa 500 Metern Länge.
Nach dieser Vorführung und einer kurzen Pause sprach Rupert Saller, Stadtbrandrat der Feuerwehr München und Fachmann für Waldbrandbekämpfung durch Hubschrauber mit Löschwasser-Außenlastbehältern über praktische Erfahrungen aus Einsätzen, stellte verschiedene Hubschrauber vor und arbeitete in seinem Vortrag verschiedene Aspekte zu diesem Thema anschaulich und interessant heraus.
Den Abschluss der Vortragsreihe bildete ein Vertreter der Firma Ascenting Technologies GmbH zum Thema Flugsysteme zur Luftbildübertragung.
Um 12 Uhr trafen die Hubschrauber auf dem Fluggelände ein. Die Bundespolizei schickte einen Helikopter vom Typ EC 155, die Polizei war mit einer EC 135 vertreten.
Nach einem Piloten-Briefing der Hubschrauberbestatzungen und des Löschflugzeugpiloten starteten die Hubschrauber zu Ihrem Außenlandegelände in der Nähe des angenommenen Waldbrandes.
Rund 400 Einsatzkräfte der Feuerwehren, der Bergwacht, den Rettungsdiensten und weiterer Einheiten aus der Umgebung wurden gegen 13.30 alarmiert.
Das Szenario war ein Waldbrand am "Auerbacher Schachten", gelegen zwischen der B 533 bei Mapferding (Auerbach-Rohrstetten) und der Kreisstrasse DEG 25 zwischen Oberauerbach und Prechhausen.
Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung trafen die ersten Einsatzkräfte am Ort des Geschehens ein. Mehrere Schlauchleitungen wurden in das unwegsame Gelände gelegt, gleichzeitig wurde Luftunterstützung zur Brandbekämpfung angefordert.
Die Hubschrauber brachten Ausrüstungsgegenstände und Material als Außenlast am Seil auf den Berg und begannen parallel dazu mit dem Abwurf von Löschwasser über dem durch Rauch markierten, simulierten Waldbrand.
Gleichzeitig wurde das Löschflugzeug alarmiert und startete mit 2000 Litern Löschwasser an Bord auf dem Flugplatz Deggendorf.
Das Löschflugzeug im Auftrag der DLFR integrierte sich reibungslos in den Kreislauf mit den Hubschraubern und flog bei vier Umläufen innerhalb 60 Minuten rund 8200 Liter Wasser in das Übungsgebiet.
Landrat Christian Bernreiter verfolgte die Übung von der Einsatzleitung aus und lobte die hohe Einsatzbereitschaft der Feuerwehren im Landkreis Deggendorf.
Die Koordination der Lufteinsätze erfolgte durch ein speziell dafür ausgerüstetes Fahrzeug und Personal, das aus München zu dieser Übung entsendet wurde.
Bei der Schlussbesprechung am Feuerwehrgerätehaus in Auerbach zeigten sich alle Verantwortlichen sehr zufrieden mit dem Ablauf der gesamten Übung.
Stellvertretender Landrat Peter Erl dankte besonders allen Mitgliedern der an der Übung beteiligten freiwilligen Feuerwehren, die zum Teil Urlaub genommen hatten um ehrenamtlich den ganzen Freitag über an dieser Übung teilzunehmen. Besonders lobte er den hohen Ausbildungsstand der Feuerwehreinheiten.
Einen besonderen Dank und hohe Anerkennung sprach Peter Erl dem Organisator und Hauptverantwortlichen dieser Übung, Herrn Bernhard Süß, Kreisbrandmeister in Deggendorf aus, der durch perfekte Vorbereitungsarbeit diese sehr erfolgreiche Übung möglich gemacht hatte.
Von: Daniel Rathey (dr)
Bilder: DLFR, Deutsche Löschflugzeug Rettungsstaffel