Nittenau, 16. Juli 2019:

Die DLFR ist bereit, in die Anschaffung und den Betrieb von Löschflugzeugen vom Typ Dromader M18 zu investieren und fordert die Stationierung von vorerst zwei dieser Luftfahrzeuge in Deutschland bis 2020.
Sie sollen die Feuerwehren bei Waldbränden unterstützen.

Die Waldbrandgefahr hat in den letzten Jahren zugenommen.

Die Anzahl der geflogenen Flugstunden von Hubschraubern zur Waldbrandbekämpfung ist in 2018 und 2019 deutlich angestiegen.

Die Klimaentwicklung lässt für die Zukunft eine Zunahme der Flugstunden von Hubschrauber bei Einsätzen und Übungen erwarten.

Ein Hubschrauber vom Typ EC 135 trägt maximal 500 Liter Löschwasser. Eine Flugstunde dieses Helikopters kostet € 4000.-.
Bei hoher Außentemperatur oder vollem Kerosintank fliegt dieser Hubschrauber häufig mit nur 200 bis 300 Litern Löschwasser.

Eine preiswertes, effektives und erprobtes Einsatzmittel zur Waldbrandbekämpfung ist das Löschflugzeug Dromader PZL M18. Die Dromader trägt 2200 Liter Löschwasser bei einem Flugstundenpreis von € 3700.-.

Waldbrandübungen mit Hubschraubern von Polizei, Bundespolizei und Heer, an denen die DLFR mit einem Löschflugzeug beteiligt war, haben gezeigt, dass die Zusammenarbeit von Hubschraubern und Löschflugzeugen hervorragend funktioniert.

Das Amphibienlöschflugzeug CL 415 macht bei extrem hohen Kosten (Der
Stückpreis liegt im mittleren zweistelligen Millionenbereich) und nur 5000 Litern
Löschwasser in Deutschland deutlich weniger Sinn.

Die DLFR verfügt über die Erfahrung und bietet ein vernünftiges Konzept zur Stationierung und den Betrieb von Löschflugzeugen in Deutschland in Form einer gemeinnützigen GmbH. Michael Goldhahn, Sprecher der DLFR: „Die Politik muss jetzt handeln, damit ökonomisch sinnvolle Löschflugzeuge in Deutschland schon im kommenden Jahr einsatzbereit sein können."