Fragen zum Thema Löschflugzeug Dromader

Wieviel Löschwasser kann ein Löschflugzeug Dromader M18 transportieren?
2200 Liter.

Kann dem Löschwasser ein Löschmittelzusatz beigemischt werden?
Ja. Die Dromader verfügt über einen separaten Tank für Löschmittelzusätze (Retardent). Es wird umweltfreundliches, biologisch abbaubares Retardent verwendet.

Welche Startstrecke benötigt die Dromader bei vollem Tank und maximaler Löschwassermenge?
Bei maximalem Abfluggewicht von 5,4 Tonnen wird eine Startstrecke von weniger als 500 Metern benötigt.

Ist die Dromader auf einen Flugplatz angewiesen?
Nein, Starts und Landungen sind auf geeigneten Flächen außerhalb von Flugplätzen möglich.

Wie lange kann das Löschflugzeug mit vollem Benzintank fliegen?
3 Stunden.

Wie wird das Löschflugzeug mit Löschwasser betankt?
Durch die Feuerwehr über zwei B Schläuche und Stützkrümmer. Die Befüllung erfolgt bei laufendem Motor über zwei B-Anschlüsse hinter der Tragfläche. Zur Ausbildung der Feuerwehrkräfte soll ein Lehrgang "Flughelfer Löschflugzeug" an einer staatlichen Feuerwehrschule eingerichtet werden.

Wie lange dauert die Befüllung mit 2200 Litern Löschwasser?
Weniger als eine Minute

Kann ein Löschflugzeug einen Waldbrand so punktgenau bekämpfen wie ein Hubschrauber?
Ja. Der Abwurf kann als Wasserbombe mit 2200 Litern auf  30 Quadratmetern erfolgen oder als Wasserlinie mit 500 Metern Länge zur Brandsaumbekämpfung. Der Pilot kann auch den Abwurf aufteilen, zum Beispiel 1100 Liter als Wasserbombe und 1100 Liter als Linie, bei einem Flug. Je nach Anforderung durch die Einsatzleitung.

Wie wird der gemeinsame Flugbetrieb von Hubschraubern und Löschflugzeugen koordiniert?
Durch eine mobile Flugsicherungseinheit, wie bisher auch für die Hubschrauber. Ein Löschflugzeug fügt sich problemlos in den Flugbetrieb mit Hubschraubern ein. Dies wurde bei Waldbrandübungen nachgewiesen.

Was kostet eine Flugstunde mit dem Löschflugzeug Dromader?
3700 Euro. In diesem Preis sind alle Kosten wie Anschaffung, Betriebs- und Wartungskosten, Personalkosten, Finanzierungskosten u.s.w. enthalten.

Wo sollen die Flugzeuge stationiert werden?
Die Stationierung der ersten zwei Löschflugzeuge ist in der Mitte Deutschlands geplant um jeden Ort in Deutschland innerhalb zwei Flugstunden zu erreichen.

Wie lange dauert es von der Alarmierung bis zum Eintreffen am Einsatzort?
10 Minuten nach Alarmierung sind die Löschflugzeuge in der Luft. Jeder Einsatzort in Deutschland ist spätestens innerhalb zwei Stunden erreicht. Zwei Stunden ist die Anflugzeit bei einer Stationierung von zwei Löschflugzeugen in der Mitte Deutschlands. Bei sechs Löschflugzeugen reduziert sich die Anflugzeit auf maximal eine Stunde.

Was machen die Piloten wenn kein Waldbrandeinsatz zu fliegen ist?
Weiterbildungen, Trainingsflüge, Übungen mit Feuerwehren.

Wer soll das bezahlen?
Die Bundesländer, unterstützt vom Bund. Bei Zusammenschluss der Länder zur Stationierung von zwei Löschflugzeugen liegen die Kosten bei unter € 100.000.- pro Bundesland und Jahr. Pro Löschflugzeug stehen 200 Flugstunden pro Flugzeug und Jahr für Waldbrandeinsätze und Übungen mit den Feuerwehren zur Verfügung, bei einer Laufzeit von drei Jahren.

Warum 200 Flugstunden pro Löschflugzeug im Jahr?
Waldbrandbekämpfung aus der Luft fordert vom Piloten große Erfahrung und ständiges Üben. Dies gilt auch für Hubschrauber, die jedes Jahr Waldbrandübungen mit den Feuerwehren durchführen. Im ersten Jahr sollen 100 Flugstunden für Einsätze zur Waldbrandbekämpfung und 100 Flugstunden für Übungen mit den Feuerwehren pro Löschflugzeug bereit stehen.

Warum eine gemeinnützige GmbH?
Die Feuerwehren leisten in Deutschland hervorragende Arbeit, und dies überwiegend ehrenamtlich, auch bei der Waldbrandbekämpfung. Waldbrandbekämpfung aus der Luft mit Löschflugzeugen ist ein Dienst an der Allgemeinheit. Deshalb ist als Unternehmensform eine gemeinnützige GmbH ohne Gewinnerzielungsabsicht als Betreiber vorgesehen.

Sind Löscheinsätze bei Nacht möglich?
Nein. Die DLFR arbeitet an der Möglichkeit, Löschflugzeuge auch bei Nacht einzusetzen. Derzeit ist das noch nicht möglich.

Sind Einsätze im Gebirge möglich?
Ja. Das Löschflugzeug Dromader ist sehr wendig und kann auch im deutschen Alpenraum und den Mittelgebirgen Waldbrände bekämpfen.

Was passiert, wenn ein Löschflugzeug in die Werkstatt muss oder ein Pilot krank wird?
Das Konzept der DLFR sieht drei Löschflugzeuge und drei fest angestellte, einsatzerfahrene Piloten ab 2020 vor. Damit ist gewährleistet dass immer zwei Löschflugzeuge mit Besatzung einsatzbereit sind. Diese Reserve ist in die Kosten bereits mit eingerechnet.

Ist ein Löschflugzeug das Allheilmittel gegen Waldbrände?
Nein. Unverzichtbar sind die Feuerwehrkräfte am Boden. Hier ist Deutschland gut aufgestellt mit einem breit gefächerten System aus überwiegend Freiwilligen Feuerwehren und Berufsfeuerwehren. Zur Unterstützung der Feuerwehren bei Waldbränden in unwegsamem oder munitionsbelastetem Gelände ist das Löschflugzeug Dromader ein günstiges und probates Einsatzmittel.